Mysteriöse Arten – Was ist Neocomia satinea? (Noctuidae)

Viele alte und sehr alte Artbeschreibungen sind nicht sicher identifizierbar, besonders wenn sie mit einem unkenntlichen Bild oder ganz ohne Abbildung veröffentlicht wurden. Wenn ein Belegexemplar existierte, hatten spätere Forscher die Chance, durch Genitaluntersuchung (oder heute durch DNS-Analyse) weitere Bestimmungsversuche zu unternehmen. So konnten viele unsichere Taxa, die im 18. und 19. Jahrhundert unzulänglich beschrieben worden waren, letztendlich identifiziert werden. Gibt es aber kein Belegstück mehr, dann bleibt so ein Taxon rätselhaft oder zumindest fraglich.

Solch ein Rätsel ist Neocomia satinea.

Neocomia satinea Rougemont, 1901 kl
Diese Art – wenn es denn eine Art sein sollte – ist in mehrfacher Hinsicht von Geheimnissen umgeben.

Der bekannte Sammler Frédéric de Rougemont (1838-1917), Pastor in Dombresson im Val de Ruz nördlich von Neuchâtel, gab Anfang des 20. Jahrhunderts eine Schmetterlingsfauna des Neuenburger Jura heraus: Catalogue des Lépidoptères du Jura neuchatelois. In dieser Fauna werden einige Formen, vermeintliche Unterarten und eben auch die neue Art Neocomia satinea beschrieben (im ersten Teil, 1902) und abgebildet (im zweiten Teil, 1904). Das Werk beruhte auf den Sammlungen mehrerer Gewährsleute und war von Maurice Robert begonnen worden; als Robert als Missionar in den Kongo ging, führte Rougemont die Arbeit bis zur Veröffentlichung fort. Da Rougemont als alleiniger Autor genannt wird und Robert nur in der Einleitung gewürdigt wird, könnte man annehmen, daß der größere Teil von Rougemont stammt[1]. Dieser schreibt aber in der Einleitung:

Le Club des amis de la nature ayant bien voulu, il y a quelques années, dresser avec nos indications le catalogue des papillons de notre collection, l’idée nous est venue d’en extraire ce qui avait spécialement trait au Jura. M. Maurice Robert, actuellement missionaire au Congo, s’était obligeamment chargé de ce travail. Mais il dut partir avant d’y avoir mis la dernière main, et c’est ainsi que nous avons entrepris nous-même de le compléter en y ajoutant telle notice, telle remarque nouvelle, de le corriger là où c’était nécessaire, enfin de le mettre au net pour l’impression.
[Als der Club der Naturfreunde vor einigen Jahren so freundlich war, nach meinen Angaben einen Katalog meiner Schmetterlingssammlung zusammenzustellen, kam mir die Idee, daraus die speziell den Jura betreffenden Arten herauszuschreiben. Monsieur Maurice Robert, zur Zeit als Missionar im Kongo, hatte diese Arbeit dankenswerterweise übernommen, mußte aber abreisen, bevor er letzte Hand an sie gelegt hatte. Darum habe ich es selber übernommen, sie fertigzustellen, indem ich Notizen ergänzte und neue Bemerkungen anfügte, wo es notwendig war Korrekturen vornahm und sie schließlich für die Veröffentlichung druckfertig machte.]
(Rougemont 1902: 252-253)

Enfin, nous devons des remerciements tout spéciaux à M. Maurice Robert qui, au nom du Club des amis de la nature, s’est consacré avec zèle et dévouement à l’ouvrage que nous publions aujourd’hui;
[Besonderen Dank schulde ich Monsieur Maurice Robert, der sich im Namen des Clubs der Naturfreunde mit Eifer und Hingabe dem Werk gewidmet hat, das ich heute veröffentliche.]
(Rougemont 1902: 258)

Das Werk war demnach schon recht weit gediehen, als Rougemont es von Robert übernahm. Ob auch die Neubeschreibungen schon fertig waren, bleibt unklar. Vielleicht stammen sie tatsächlich eher von Robert als von Rougemont? Rougemont galt als wenig publikationsfreudig (Robert 1917) und hat die Herausgabe des Werks offensichtlich nur übernommen, weil nach Roberts Abreise kein anderer kompetenter Lepidopterologe zur Verfügung stand. Ursprünglich hatte er lediglich den Mitgliedern des Clubs der Naturfreunde seine Sammlung zur Verfügung gestellt, damit ein Sammlungskatalog aufgestellt wurde; daraus war dann der Wunsch entstanden, einen Katalog der Schmetterlinge des Neuenburger Jura herauszugeben.

Nun aber zu Neocomia satinea. Das einzige, was Rougemont zur Herkunft der Falter sagt, bevor er die längliche, aber wenig aufschlußreiche Beschreibung anschließt, ist der knappe Satz:

Cet étrange papillon, encore inédit, a été pris en deux exemplaires à Neuchàtel à une lampe électrique, en été 1898.
[Dieser merkwürdige, noch unbeschriebene Falter ist im Sommer 1898 in zwei Exemplaren in Neuchâtel am elektrischen Licht gefangen worden.]

Offenbar sind die Tiere nicht von Rougemont persönlich gesammelt worden und auch sonst sind die Angaben dürftig; bei anderen Beschreibungen im Catalogue finden sich oft mehr oder genauere Angaben, worauf schon Jacques Aubert (1953) hingewiesen hat.

Erst in Karl Vorbrodts magnum opus, der Schmetterlingsfauna der Schweiz (1911-1914), kommen wir der Sache etwas näher. Dort heißt es zu Neocomia satinea (an deren Artrechten Vorbrodt Zweifel äußert):

Diese neue Art wurde im Sommer 1898 in zwei Exemplaren in Neuchâtel am Licht gefangen (Loosli). Eines befindet sich in der Sammlung von Paul Robert in Orvin.

Hier wird der Name des Sammlers erwähnt – ein Herr Loosli – und der Verbleib von einem der Typusexemplare gelüftet. Es war in die Sammlung von Paul Robert gelangt, des Künstlers, der die beiden Farbtafeln für den Catalogue des Lépidoptères du Jura neuchatelois angefertigt hatte.

Allmählich werden es verwirrend viele Roberts, die wir auseinanderhalten müssen, deshalb hier nochmal zum Mitzählen:
— Maurice Robert, der Geistliche, der den Catalogue des Lépidoptères du Jura neuchatelois begann, dann aber als Missionar in den Kongo ging.
— Paul Robert (1851-1923) [genauer: Léo-Paul Samuel Robert], Maler in Ried bei Biel, später in Orvin.

— Samuel Robert, ein auch entomologisch tätiger Pastor, der 1917 einen Nachruf auf Rougemont veröffentlichte.

Wir dürfen wohl annehmen, daß Vorbrodt den Namen Loosli von Paul Robert persönlich erfahren hatte. Nach Roberts Tod hat Vorbrodt dessen Sammlung erworben. Das Neocomia-satinea-Belegstück muß demnach in die Sammlung Vorbrodt gelangt sein, ist aber nicht erhalten geblieben. Leider hat die Vorbrodt-Sammlung, die erst 1938, also sechs Jahre nach Vorbrodts Tod, ans Naturhistorische Museum Bern kam, in dieser Zeit durch Museumskäferfraß gelitten und ist überdies von Anfängern geplündert worden („fut livrée aux Anthrènes et pillée par des amateurs“ schreibt Aubert). Auf diese Art und Weise ist wohl das Belegexemplar vernichtet worden oder abhanden gekommen.

Im Zuge seiner faunistischen Untersuchungen im Jura hat Aubert die Sammlung Rougemont (im Museum Neuchâtel) bearbeitet und eine Revision der darin befindlichen Typusexemplare veröffentlicht. Ein Belegstück von Neocomia satinea war nicht vorhanden, nur die Original-Aquarelle von Paul Robert. In der Sammung sind wohl einige Verluste durch Anthrenenbefall vorgekommen, aber die Belege der meisten von Rougemont neu beschriebenen Taxa waren in gutem Zustand. Aubert hat außerdem zahlreiche Lokalsammlungen der Gegend um Neuchâtel, im Jura und weitere Schweizer Sammlungen durchgesehen und ist nirgends auf eine Spur des fehlenden Neocomia-satinea-Exemplars gestoßen.

Ein Sammler namens Loosli taucht in Rougemonts Catalogue nicht auf und wird auch in Vorbrodts Werk einzig und allein unter N. satinea erwähnt – das läßt sich per Suchfunktion in den digitalen Texten ermitteln und es ist hoffentlich zuverlässig. Horn & Kahle (1935-1937) und die Neuauflage (Horn, Kahle, Friese & Gaedike 1990) sowie die Datenbank „Biografien der Entomologen der Welt“ des DEI (http://sdei.senckenberg.de/biographies/index.php) kennen Loosli nicht, was aber normal ist, falls er ein Schüler, Anfänger oder Gelegenheitssammler war, der keine Sammlung hinterlassen hat.

Es ist in jedem Fall beachtenswert, wenn ein sonst nirgends in Erscheinung tretender Sammler nur durch einen extremen Ausnahmefund bekannt ist. Das kann entweder heißen, daß er eben ein unbedeutender Amateur war, der die Bedeutung des Fundes nicht erkannt und das Belegstück an kenntnisreichere Entomologen abgegeben hat. Es könnte aber auch Anlaß zu dem Verdacht sein, daß irgendetwas an diesem Fund nicht astrein ist.

Aber schauen wir uns jetzt einmal den Falter an. Die Abbildungen von Ober- und Unterseite und von der Thoraxbehaarung befinden sich auf einer ganzseitigen Tafel, die von Paul Robert geschaffen wurde. Die übrigen Abbildungen darauf – Falter, Raupen und Puppen verschiedener Arten – sind gut und recht realistisch ausgeführt; gleiches kann man also auch von den Neocomia-satinea-Abbildungen annehmen. Robert hat insbesondere Körper- und Flügelformen und -proportionen vorzüglich gut getroffen, wie man den Abbildungen von Apamea monoglypha, Euxoa aquilina, Agrotis clavis und Acronicta euphorbiae entnehmen kann. Gleichzeitig vermittelt die Tafel einen guten Eindruck von der Größe der Falter.

Rougemont - Lépidoptères du Jura pl 1 partim kl


Welche Erklärungsansätze sind denkbar?

1. Tatsächlich eine neue, einheimische Art?

Die unwahrscheinlichste Hypothese; so unwahrscheinlich, daß man sie als nahezu unmöglich bezeichnen muß. Die Art hätte wiedergefunden werden müssen, denn Mitteleuropa und speziell die Schweiz sind einfach zu gut durchforscht. Eine endemische flugfähige Art, die nur ein winziges Areal bewohnt, wäre allenfalls in den Hochalpen denkbar, aber im Schweizer Jura oder Mittelland nicht erklärlich; sie müßte weiter verbreitet sein.

2. Eine faunenfremde Art?

Möglich. Aber dann hätte sie anhand der sehr guten Illustrationen inzwischen bestimmt werden können. Mittlerweile kennen wir die ostpaläarktische und nearktische Fauna so gut, daß Neocomia satinea mit einer der in Büchern oder im Internet abgebildeten Arten identifiziert worden sein sollte. Anders vielleicht wenn es sich um eine tropische Art handeln sollte, aber auch die sind inzwischen besser bekannt. Eine außereuropäische Art, die Ende des 19. Jahrhunderts in mehreren Exemplaren nach Mitteleuropa eingeschleppt wurde – oder die sich ein Scherzbold damals beschaffen konnte – müßte bekannt sein.

3. Eine Aberration?

Gut möglich. Vielleicht noch die wahrscheinlichste Hypothese. Fragt sich nur, zu welcher Art sie gehört. Andererseits: Wie wahrscheinlich ist das Auftreten von zwei (mutmaßlich gleichen) aberrativen Exemplaren?

4. Ein Hybrid?

Nicht unmöglich aber unwahrscheinlich. Auch hier dasselbe Problem: gleich zwei Exemplare?

5. Ein Wolpertinger?

Sie sehen, die Hypothesen werden immer absonderlicher. Aber solche Fälle hat es gegeben. Selbst die Eingeborenen, die im 19. Jahrhundert in den Tropen für  europäische Forscher gesammelt haben, sind auf die Idee gekommen, Flügel, Körper und Fühler verschiedener Arten mit einem natürlichen Klebstoff zusammenzufügen, um für „neue“ und interessante Tiere besser entlohnt zu werden. Das haben sie derart geschickt gemacht, daß manche dieser Exemplare erst beim Aufweichen und Präparieren in Europa als Fälschungen erkannt worden sind. Nun möchte ich zwar annehmen, daß sich Paul Robert die Exemplare beim Abbilden so gut angesehen hat, daß ihm eine Manipulation dieser Art aufgefallen wäre. Aber wer weiß?

Ob wirklich zwei Exemplare?

Schließlich könnte man sogar die angegebene Anzahl anzweifeln. Rougemont beschreibt keinerlei Variabilität; sein Text klingt, als ob ihm nur ein Exemplar vorgelegen habe. Hat Herr Loosli vielleicht nur ein Stück weitergegeben und das andere selbst behalten – oder lediglich behauptet, selbst noch ein weiteres Exemplar zu besitzen, um die Hypothese einer eigenen Art zu stärken?

Was ist mit den Belegstücken geschehen?

Mit Sicherheit kennen wir nur den – ehemaligen – Aufenthaltsort des einen Belegstücks, das entweder direkt von Loosli oder über Mittelsmänner an Paul Robert gelangte und nach Roberts Tod (1923) um 1924/25 in die Sammlung Vorbrodt kam. Nach Vorbrodts Tod 1932 ging die Sammlung 1938 ans Naturhistorische Museum Bern, erlitt aber – wie schon erwähnt – Verluste. Verblieb das zweite Exemplar in Looslis eigener Sammlung und ging mit ihr zugrunde[2]? War es in die Sammlung Rougemont gelangt und fiel dort den Anthrenen zum Opfer? Der Verbleib ist jedenfalls unbekannt. Sehr wahrscheinlich existieren beide Exemplare nicht mehr. Jeder Interpretationsversuch kann also nur von den Abbildungen ausgehen.

Obwohl Aubert in seiner Bearbeitung der Typen der Rougemont-Sammlung Neocomia satinea nur vage mit den Gattungen Ipimorpha, Cosmia, Conistra und besonders Amphipyra vergleicht, wird in der im selben Jahr von Aubert & Boursin publizierten Liste der Noctuiden des Schweizer und Französischen Jura doch eine Zuordnung getroffen:

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Diese Identifizierung als Individualform von Cosmia trapezina stammt wohl von Boursin, aber ganz davon überzeugt war er nicht, wie das Fragezeichen deutlich zeigt.

Es kann also jeder nach Herzenslust selbst spekulieren, vermuten und raten, was „Neocomia satinea“ wirklich gewesen sein mag. Immerhin liegen Abbildungen des gespannten Falters von der Ober- und Unterseite vor, die qualitativ besser sind als manche Fotos, die einem heutzutage von Amateuren zur Bestimmung vorgelegt werden. Als Interpretationshilfe folgen hier noch die Texte der Beschreibungen von Rougemont und Vorbrodt:

Text der Urbeschreibung (Rougemont 1902):
Amphipyra, O.
898. satinea, nov. spec. — Cet étrange papillon, encore inédit, a été pris en deux exemplaires à Neuchàtel à une lampe électrique, en été 1898. Il tient le milieu entre les genres Rusina et Amphipyra. Du premier, il a la couleur et les dessins; du second, la forme des ailes et du corps. Envergure: 33mm; l’abdomen dépasse à peine les ailes inférieures qui sont larges et arrondies; ailes supérieures également larges et courtes, avec l’apex arrondi et le bord terminal sensiblement arqué comme chez Orrhodia vaccinii. Le fard, tout en ayant un reflet satiné, est cependant grossier, et, à la loupe, les ailes supérieures apparaissent comme semées de petits points noirs. Les ailes supérieures sont d’un brun noirâtre tirant sur le rouge violacé, soit exactement la même couleur que celles de R. tenebrosa ♀. Les seuls dessins visibles sont deux fines lignes noires un peu flexueuses, bordées de clair extérieurement, qui traversent verticalement l’aile supérieure avant et après le milieu et la tache réniforme; celle-ci est petite, formée de deux points noirs placés l’un au-dessus de l’autre, cerclés d’un ruban pâle, ce qui forme un 8 ou un 3 nettement dessiné. La ligne ondulée est à peine indiquée par une pâle éclaircie à peu près parallèle au bord extérieur de l’aile. La frange est concolore. Les ailes inférieures sont d’un gris noir uniforme avec un reflet rougeàtre bien prononcé. En dessous, le centre des quatre ailes est gris sombre violacé avec deux bandes arquées transversales noirâtres, une bordure d’un blanc jaunâtre tout autour de l’aile et, à la racine des franges, une série de petits points noirs. Le thorax a la couleur des ailes supérieures, l’abdomen celle des ailes inférieures. Antennes filiformes. Pattes gris jaunâtre; à la dernière paire, plus élargies. Les palpes sont assez grandes, légèrement redressées et poilues jusqu’au bout. — Nous lui donnons le nom de A. satinea à cause de son reflet satiné. Et si plus tard on est amené à en faire un genre à part, nous proposons le nom de Neocomia en l’honneur de la ville de Neuchâtel où il a été trouvé.

Text von Vorbrodt (1911: 364):
Neocomia Roug.
593. ?
satinea Roug. — Roug. PI. I, fig. 11 — Bull. Soc. Nat. Neuchâtel XXIX, 122.
Diese neue Art wurde im Sommer 1898 in zwei Exemplaren in Neuchâtel am Licht gefangen (Loosli). Eines befindet sich in der Sammlung von Paul Robert in Orvin. Die dunkelrotbräunlichen, rotviolett schimmernden Vfl sind kurz und breit. Zwei dunkle Querbinden konvergieren gegen den Innenrand und schliessen eine schwarz ausgefüllte achtförmige Nierenmakel ein. Die Hfl sind sehr breit, stark abgerundet, grauschwarz, mit lebhaftem, rötlichem Schimmer; sie werden vom Abdomen kaum überragt. Die Unterseite ist dunkelviolettgrau, mit zwei dunklen Bogenstreifen, welche den Aussenrändern parallel laufen.
Es scheint mir noch etwas zweifelhaft, ob es sich tatsächlich um eine neue Art handelt oder gar um eine neue Gattung, wie de Rougemont, nach den bis zur Spitze beschuppten Palpen, annimmt und für welche er den Namen
Neocomia vorschlägt. Auffällig ist, dass seither neue Stücke nicht erbeutet wurden.

 

Literatur
Aubert, J.-F. (1953): Revision des types et de la collection F. de Rougemont. – Revue française de lépidoptérologie, 14: 108-115, 194, Taf. 5.
Aubert, J.-F. & Boursin, C. (1953): Les Phalénides (Noctuelles) du Jura (Révision de la nomenclature et introduction à la faune des Macrolépidoptères du Jura). – Bulletin mensuel de la société linnéenne de Lyon, 22: 115-126.
Horn, W. & Kahle, I. (1935-1937): Über entomologische Sammlungen (Ein Beitrag zur Geschichte der Entomo-Museologie). – Entomologische Beihefte aus Berlin-Dahlem, 2: 1-12, 1-160, Taf. 1-16; 3: 161-296, Taf. 17-26; 4: I-VI, 297-536, Taf. 27-38.
Horn, W., Kahle, I., Friese, G. & Gaedike, R. (1990): Collectiones entomologicae. Ein Kompendium über den Verbleib entomologischer Sammlungen der Welt bis 1960. Teil I: A bis K. Teil II: L bis Z. – Berlin (Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR). 573 S.
Robert, S. (1917): Frédéric de Rougemont 1838-1917. – Bulletin de la société neuchateloise des sciences naturelles, 42: 3-6. [mit Portrait]
Rougemont, F. de (1902): Catalogue des Lépidoptères du Jura neuchatelois. – Bulletin de la société neuchateloise des sciences naturelles, 29: 252-409.
Rougemont, F. de (1904): Catalogue des Lépidoptères du Jura neuchatelois. Suite. – Bulletin de la société neuchateloise des sciences naturelles, 31: 3-208, pls. 1-2.
Vorbrodt, K. (1911): Die Schmetterlinge der Schweiz. I. Band. Vorwort. Einleitung. Rhopalocera, Sphingidae, Bombycidae, Noctuidae, Cymatophoridae, Brephidae. – Bern (K. J. Wyss). XIV + 489 + [2] S., Karten.

 

[1] Im Text des Katalogs kommt keine Ich-Form vor; es wird Wert darauf gelegt, alle Sammler und Gewährsleute in der dritten Person zu nennen, auch Rougemont und Robert (z.B.: „M. de Rougemont n’a jamais trouvé ce papillon au Val-de-Ruz. C’est une espèce rare, qui se trouve seulement dans le Bas. M. Robert en a pris plusieurs exemplaires dans un champ de luzerne près de Bienne.“).

[2] Da über den Verbleib dieser Sammlung ebensowenig bekannt ist wie über Loosli selbst, hat es sich nur um eine kleine, belanglose Sammlung ohne besonderen faunistischen oder gar taxonomischen Wert gehandelt, vielleicht die eines Schülers. In der Regel sind solche Sammlungen nicht erhalten geblieben.

 

 

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